Blumen für den Kandidaten FWG-Chef Peter Niederstraßer (3. v.l.) gratuliert Klaus Friedrich.(Foto: lb)

Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich ist jetzt auch offiziell der Landrats-Kandidat der FWG Waldeck-Frankenberg. Die Freien Wähler hoben ihn bei einer Mitgliederversammlung am Samstag in Herzhausen einstimmig auf ihren Schild.

„Klaus Friedrich hat praktisch unter Beweis gestellt, dass er Verwaltung kann“, warb FWG-Kreisvorsitzender und Erster Kreisbeigeordneter Peter Niederstraßer vor der Abstimmung für den Korbacher Bürgermeister. Der Landrats-Kandidat kündigte an, für einen Politikstil des Miteinanders stehen zu wollen. Friedrich plädierte unter anderem dafür, die Pläne für eine Hochschule Waldeck-Frankenberg umzusetzen: „Das halte ich für sinnvoll“, so der Bürgermeister.
Der bürgerliche Landrats-Kandidat sprach sich außerdem für einen maßvollen Naturschutz aus, der auch Rücksicht auf die Wirtschaft und den Tourismus als „tragende Säule“ nehme. Friedrich: „Als Nordhessens Biotop sind wir zu schade.“ Ein klare Aussage traf er zu einer möglichen Autobahn durch den Landkreis: „Ich halte sie vonnöten.“ Vereine mit Gebühren für die Nutzung kreiseigener Gebäude zu belasten, lehnte er ab. Eine Haushaltskonsolidierung über die Vereine sei der falsche Weg. Applaus erntete Friedrich für seinen Appell, die kommunalen Krankenhäuser zu erhalten.

Peter Niederstraßer nannte in seinem Rückblick auf sozialpolitische Entscheidungen im Landkreis die Übernahme der Alten- und Pflegeheime in Flechtdorf und Rhoden durch das Waldecksche Diakonissenhaus. Auch die Eingliederung des Kaufmännischen Ausbildungs- und Trainingszentrums weg von der Kreisvolkshochschule in die Beschäftigungsgesellschaft sei gelungen.
Zu einer Lösung sei man auch in der Schulsozialarbeit gekommen, die nun zu je einem Drittel von Land, Kreis und Kommune finanziert wird. „Dieses Thema reklamieren zwar immer wieder gern die Sozialdemokraten für sich, zur Erzielung einer akzeptablen Lösung haben sie aber nicht viel beigetragen“, so Niederstraßers Breitseite an die politische Konkurrenz.
In der Koalition habe man sich außerdem dafür entschieden, Familien mit Kleinkindern Familienhebammen als Hilfe anzubieten. Das Sucht- und Gewaltpräventionsmodell „Papilio“ werde in den Kindergärten umgesetzt. Ein weiterer Schwerpunkt im Landkreis sei die Sportförderung.

Weniger rosig fiel Niederstraßers Blick in die Zukunft aus. Zwar habe man für 2009 einen ausgeglichenen Haushalt hingelegt. „Mit Sorge erfüllt mich aber die derzeitige wirtschaftliche Situation“, so der FWG-Politiker.
Willi Arnold, Fraktionssprecher der FWG im Kreistag, legte ein Bekenntnis zu den Schulen in den Kleinzentren ab. Auch kleine Grundschulen müssten erhalten bleiben.

25 Jahre besteht der FWG-Ortsverband Volkmarsen. Vorsitzender Heinrich von Germeten nahm die Glückwünsche des Kreisvorstands entgegen.

Bei den Vorstandswahlen wurde Peter Niederstraßer im Amt bestätigt. Dem Vorstand gehören außerdem an: Hubert Thorwirth (Korbach), Klaus Teppe (Volkmarsen), Egbert Blanc (Frankenberg-Geismar) und Eberhard Diebel (Waldeck-Höringhausen) als stellvertretende Vorsitzende, Gerhard Germann (Waldeck) und Herbert Scholl (Haina) als Kassierer sowie Horst Krestel (Korbach) als Geschäftsführer.

Quelle: WLZ-FZ vom 16.02.2009