Zukunft der Sportplätze und -hallen klären
Waldeck-Frankenberg. Welche Sportplätze und -hallen werden in Zukunft noch gebraucht? Welche Sportarten werden betrieben und welche Anlagen braucht man dazu? Diese Fragen will die FWG-Fraktion im Kreistag geklärt wissen. Deshalb soll in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule in Köln eine Sportentwicklungsplanung für den Landkreis erstellt werden, erklärten Fraktionsvorsitzender Wilhelm Arnold und Kreisvorsitzender Peter Niederstraßer gestern in einem Pressegespräch.
Der Hintergrund: Es gibt aufgrund der demografischen Entwicklung immer weniger, dafür aber ältere Menschen, Es gibt einen Trend hin zu Fitnessangeboten und Gesundheitssport. Eine Frage sei zum Beispiel, ob man angesichts sinkender Zahlen von Wettkampfmannschaften künftig noch in jedem Ort einen großen Fußballplatz brauche, oder ob es nicht sinniger sei, kleinere Fußballplätze zu bauen, auf denen Freizeitteams kicken können. Mittels der Sportentwicklungsplanung soll auch den Sportvereinen geholfen werden, zukunftsfähige Angebote zu entwickeln, sagte Niederstraßer.
800.000 Euro für Sport
59.000 Euro will die FWG für die Planung ausgeben. Darüber hinaus garantiert sie die 696 000 Euro Sportförderung, damit die Vereine die kreiseigenen Hallen kostenlos nutzen können, und die geplanten 100 000 Euro Investition in Sportanlagen.
5000 Euro will die FWG im Haushalt bereit stellen, um Erzieherinnen in Kindergärten zu Sportübungsleiterinnen auszubilden. Denn ohne den Übungsleiterschein dürften sie mit den Kindern nicht einmal einen Purzelbaum üben, erklärte Niederstraßer. Zusammen mit dem Landessportbund Hessen sollen im kommenden Jahr die ersten 25 Erzieherinnen ihren Übungsleiterschein machen können. Das Fortbildungsprogramm solle so lange fortgesetzt werden, wie es Bedarf gebe, sagte Niederstraßer weiter.
Warnung vor zu hohen Schulden
Bei den Schulbauten sieht die FWG in den geplanten 15 Millionen Euro Investition ein „vernünftiges Maß“. Man wolle kein „Strohfeuer entflammen“, sondern über die Jahre kontinuierlich in die Schulgebäude investieren. Immerhin, so Arnold, habe der kreiseigene Betrieb Gebäudemanagement inzwischen 69 Millionen Euro Schulden angehäuft.
1,3 Millionen Euro will die FWG in die Sanierung der Kreisstraßen stecken und 600 000 Euro für die Erhöhung des Eigenkapitals des Kreiskrankenhauses bereitstellen. Ausdrücklich begrüße man den Kauf einer Privatklinik in Frankenberg und die Gründung eines Medizinischen Versorgungszentrums. (emr)
Quelle: HNA vom 16.12.2008