Für die weitere Entwicklung des Landkreises sind der Ausbau und die Vervollständigung sowie Unterhaltung des vorhandenen Straßen- und Schienennetzes von entscheidender Bedeutung. Deshalb wird die FWG auch beim Kreisstraßenbau wieder einen Schwerpunkt setzen sowie den Ausbau überregionaler Strecken beim Bund und beim Land einfordern. Dies bedeutet auch eine bessere Anbindung an das überregionale Straßennetz, z. B. der A 4, A 49. Der Radwegebau soll intensiviert werden, weil damit gleichzeitig eine Förderung des Tourismus erfolgt. Ferner bedeuten Radwege für die Radfahrer eine größere Verkehrssicherheit, und mit dem Radwegbau wird dem geänderten Freizeitverhalten der Bevölkerung entsprochen.
Die Standortbedingungen für Industrie, Handel und Handwerk sind in Abstimmung mit den Städten und Gemeinden zu verbessern, um im Wettbewerb annähernd gleiche Vorraussetzungen zu haben. Dies kann durch eine bessere Koordinierung bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft sowie durch den Abbau von starrem Verwaltungshandeln erfolgen. Dazu zählt auch eine Vereinfachung des Vergabewesens.
Ferner wird für die FWG ein Schwerpunkt die Sicherung vorhandener und die Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze sein. Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen Stellen, z. B. der Arbeitsverwaltung zwecks Ausschöpfung von Förderprogrammen, sollen fortgesetzt werden.
Ein touristischer Fortschritt und Aufschwung kann nur durch eine verbesserte Effektivität, durch intensivere Koordinierung sowie durch Privatisierung der Touristikzentrale erfolgen. Ein Weg in die richtige Richtung bedeutet auch die Schwerpunktförderung sowie die Nutzung von Naturparken und die Einbeziehung von Regionalvereinen, z.B. Kellerwald- und Burgwaldverein. Die Entwicklung des Tourismus hängt im Landkreis Waldeck-Frankenberg im wesentlichen auch von Erholungsmöglichkeiten an den drei Stauseen ab. Deshalb ist von entscheidender Bedeutung, dass in den Stauseen das ganze Jahr über ein ausreichender Wasserstand gewährleistet ist. Um dieses zu erreichen, wäre es wünschenswert, wenn z. B. die Edertalsperre einen Vorstau erhalten würde.
